
Der Wettbewerb um die besten Zukunftschancen ist im Kern ein internationaler Wettbewerb um die Qualität von Bildungssystemen geworden. Eine Bildungsreform in Deutschland verlangt daher eine nationale Kraftanstrengung aller Beteiligten und eine breite gesellschaftliche Debatte über ideologische Grenzen hinweg.
Unser Schulsystem muss mehr Kindern und Jugendlichen höhere Bildungsabschlüsse ermöglichen. Dazu gehört ein höheres Leistungsniveau ebenso wie die Vermittlung sozialer Kompetenzen. In der schulischen Bildung müssen die Stärken und individuellen Voraussetzungen eines jeden Kindes und eines jeden Jugendlichen im Mittelpunkt stehen. Es gilt, individuelle Stärken zu fördern und individuelle Benachteiligungen zu beheben.
Nationale und internationale Schulleistungsstudien haben einige zentrale Schwächen des deutschen Bildungssystems aufgedeckt. Obwohl in den letzten Jahren viele Maßnahmen ergriffen wurden, um insbesondere sozial benachteiligte Kinder zu fördern, zeigt sich noch erheblicher Handlungsbedarf. Hier müssen alle weiteren Reformen ansetzen, um Chancengerechtigkeit über die gesamte Bildungslaufbahn hinweg zu ermöglichen.
Bei den internationalen Schulleistungsvergleichen PIRLS/IGLU 2006 und PISA 2006 haben sich die deutschen Schülerinnen und Schüler gegenüber den letzten Jahren verbessert. Die Ergebnisse der PIRLS/IGLU-Studie 2006 stellen den deutschen Grundschulen ein positives Zeugnis aus: Zwischen 2001 und 2006 sind die Leseleistungen gestiegen, die Anzahl der starken Leser und Leserinnen hat zugenommen. Jedoch gibt es weiterhin einen starken Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und schulischem Erfolg.
Bei PISA 2006 haben die deutschen Schülerinnen und Schüler in den Naturwissenschaften erstmals ein Leistungsniveau über dem OECD-Durchschnitt erreicht. Für die Lesekompetenz und die mathematische Kompetenz liegen die Leistungen im OECD-Mittel. Eine positive Entwicklung seit PISA 2000 zeigt sich sowohl bei den leistungsschwächeren wie bei den leistungsstärkeren Schülerinnen und Schülern. Trotz dieser Verbesserungen zeigen sich nach wie vor erhebliche Probleme beim großen Leistungsabstand zwischen den Jugendlichen sowie beim Einfluss der sozialen Herkunft auf die Leistungsentwicklung und die Bildungsbeteiligung. Dies gilt in besonderer Weise für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund.
Die Ergebnisse der PIRLS/IGLU-Studie 2006 und der PISA-Studie 2006 bestätigen die Bedeutung der von der KMK im Jahre 2001 vereinbarten Handlungsfelder. Hier werden Bund und Länder konsequent weiterarbeiten.
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Expertise
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Band 2 der Reihe Bildungsreform (3. unveränderte Auflage)
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Interview des Tagesspiegels mit Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan am 28.07.2007 (URL: http://www.tagesspiegel.de/politik/Deutschland;art122,2348037)
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Die Kultusministerkonferenz hat sich am 12.06.2003 auf eine neue langfristige Regelung der Sommerferien geeinigt. Eine Übersicht über die Schulferien bis 2006 finden Sie hier.
Die langfristige Regelung der Sommerferien 2005 - 2010 finden Sie hier.