
Das BMBF fördert die angewandte Forschung an Fachhochschulen in den Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften im Rahmen des Programms "Forschung an Fachhochschulen". Mit Beginn des Jahres 2009 wurden im Rahmen der Pilotausschreibung "Soziale Innovationen für Lebensqualität im Alter (SILQUA-FH)" auch Forschungsbeiträge der Fachhochschulen mit Lehrangeboten im Bereich der Sozialen Arbeit, Pflege- und Gesundheitswissenschaften zur Verbesserung der Lebensqualität, der Wahrung von Selbstständigkeit und Würde älterer, vor allem von Alterserkrankungen betroffener Menschen gefördert.
Die rund 190 staatlichen und staatlich anerkannten Fachhochschulen bieten ein breites Fächerspektrum in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, aber auch in den Sozialwissenschaften und den Gesundheitswissenschaften an.
Insgesamt gab es an den deutschen Fachhochschulen zum WS 2008/2009 rund 600.000 Studierende. Allein im Fachbereich Ingenieurwissenschaften waren 199.904 Studierende eingeschrieben und in den Fachbereichen Mathematik und Naturwissenschaften 72.206 Studierende. Die im Rahmen des Bologna-Prozesses erfolgte Umstellung der Studiengänge auf Bachelor- und Masterabschlüsse ist an den Fachhochschulen weit fortgeschritten. Die angewandte Forschung hat sich in den vergangenen 15 Jahren zu einem zweiten profilbildenden Merkmal der Fachhochschulen in Deutschland neben der praxisorientierten Lehre entwickelt. Dazu haben die FH-Förderprogramme des BMBF wesentlich beigetragen. Die Fachhochschulen verfügen über ein hohes anwendungsnahes FuE-Potential für den Wissens- und Technologietransfer in die Unternehmen. Das FH-Programm des BMBF fördert deshalb sowohl den Know-How-Transfer als auch die bedarfsgerechte Qualifizierung der Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die 4 Förderlinien des FH-Programms eröffnen in den verschiedenen Ausschreibungen unterschiedliche Fördermöglichkeiten: neben den themenoffenen Bewerbungen in der Förderlinie "FHprofUnt" werden im Bereich "IngenieurNachwuchs" neu berufene Nachwuchskräfte an die fachspezifische Forschung herangeführt. Den Bereichen Soziale Arbeit, Pflege- und Gesundheitswissenschaften an Fachhochschulen hat die themenfokussierte Ausschreibung "Soziale Innovationen für die Lebensqualität im Alter" (SILQUA-FH) weitere Forschungsbeiträge ermöglicht. Mit "ProfilNT" soll eine höhere Beteiligung der Fachhochschulen an Fachprogrammen des BMBF, wie z.B. Sicherheitsforschung, Mikrosystemtechnik, Informations- und Kommunikationstechnologien nachhaltiger unterstützt werden.
In den letzten Jahren haben die Fachhochschulen ihre Stärken in der anwendungsnahen Forschung, im Wissens- und Technologietransfer mit Unternehmen und in der forschungsnahen Qualifizierung des Nachwuchses deutlich ausbauen können. Wesentlichen Anteil daran hatte die BMBF-Förderung.
Sichtbarster Ausdruck dieser positiven Entwicklung ist die hohe Mobilisierung von Forschungspartnern wie Unternehmen, Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in den BMBF-Projekten. Der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses kommt eine hohe Bedeutung zu - zahlreiche Studierende, Absolventen und Promovenden arbeiten in den Projekten mit.
Der Wissenschaftsrat als Beratungsorgan des Bundes und der Länder spricht Empfehlungen zur Entwicklung der Fachhochschulen in Forschung und Lehre aus.
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Stand 17.10.2008 (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/GWK-Vereinbarung_vom_17.10.2008.pdf)

2009, 8 Seiten
Bestell-Nr.: 30464
Download [PDF - 474,5 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/innovative_loesungen_wirtschaft_gesellschaft.pdf)

Evaluation des BMBF-Förderprogramms 2004 - 2006
2008, 166 Seiten
Bestell-Nr.: 30355
Download [PDF - 3,09 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/evaluation_fachhochschulen.pdf)

Brücken zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
2006, 32 Seiten
Download [PDF - 597,1 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/forschung_an_fachhochschulen.pdf)
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